07. Stressressistenz & gesunder Schlaf

Generell ist die Reaktion auf akuten Stress sinnvoll und sichert das Überleben, zumindest dann, wenn Kampf- oder Fluchtreaktionen erfolgreich sein müssen. Dauert die Stressbelastung über einen längeren Zeitraum an oder treten Stressoren sehr häufig auf, wird der Organismus und seine Anpassungsleistung schnell überfordert. Er befindet sich in einem dauerhaften Belastungszustand. Wer ständig chronisch gestresst ist, hat ein höheres Risiko, an stressbezogenen Gesundheitsstörungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ II, Übergewicht, Angststörungen, Depressionen, Burnout, Schmerzstörungen wie Fibromyalgie, entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder auch Störungen des Verdauungssystems zu erkranken.

In jüngster Zeit haben sich zahlreiche Untersuchungen mit den Auswirkungen von chronischem Arbeitsstress auf das autonome Nervensystem und dessen Messungen mittels Herzratenvariabilität beschäftigt (Togo & Takahashi, 2009; van Amersvoort et al., 2000; Tanja et al., 2000 usw.).
Die Ergebnisse dieser Studien sind weitgehend übereinstimmend, indem sie darauf hindeuten, dass langjähriger chronischer Arbeitsstress zu überdauernden Veränderungen der autonomen Regulationsmechanismen führt, die sich nicht nur während der Arbeitszeit äußern, sondern auch während Phasen der Freizeit und des Nachtschlafs nachweisbar sind.

Durch die regelmäßige Überwachung des Herz-Rhythmus und der autonomen Regulations-Fähigkeit, wird es möglich, den Funktions-Zustand und die Stress-Belastung zu bestimmen. Die vielfältigen Wechselwirkungen innerer körperlicher, seelischer und geistiger Prozesse können hiermit sichtbar in Form von objektiven Mess-Ergebnissen dargestellt werden. Dieses objektiven Ergebnis ersetzen das fehlgeleitete subjektive Empfinden und können so gefährliche, falsche Selbst-Einschätzungen mit den negativen Auswirkungen auf die eigene Gesudheit verhindern.

Wir messen mit der Sinus-Rhythmus-Analyse

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