Stressresistent!

Bei der Infarct Protect Sinus-Rhythmus-Analyse handelt es sich um eine EKG-basierte Analyse des autonomen Nervensystems und des Herzrhythmus.

 Durch die Status-Bestimmung der Indikatoren

  • autonomer Regulations-Index (ARI)
  • psychische Belastung (SI)
  • kardio-vagales Aktivierungs-Potential (KVAP)
  • Detektion auf Vorhofflimmer-Risiken (DVF)

wird es möglich, ein Verfahren zur kardialen Risiko-Früherkennung zum Einsatz bringen zu können, das zum frühest möglichen Zeitpunkt funktionelle Veränderungen im Organismus und Risiken für Vorhofflimmern erkennt.

 

Die Basis hierzu bildet eine 6-minütige EKG-Daten-Aufzeichnung mit dem ANS-Recorder und Analyse dieser Daten auf dem IP-Server mit speziellen Verfahren der nichtlinearen Mathematik.

Neben der Kontrolle des Herzrhythmus wird die aktuelle Aktivität des autonomen Nervensystems gemessen. Ihr Streßnerv (Sympathikus) und Ihr Ruhenerv (Parasympathikus) werden dargestellt. Anhand der Analyse haben wir eine Art Standortbestimmung in welcher Situation sich Ihr Körper derzeit befindet. Dies ermöglicht die therapeutische Bereitstellung einer optimalen Therapie.

Der Parasympathikus 

Schutzmechanismus gegen stressbedingte Gesundheitsgefährdungen und Garant der körperlichen Fitness. Dem Parasympathikus kommen zwei für die menschliche Leistungsfähigkeit und Gesundheit herausragende Rollen zu:

 

 

1. Die Schaffung von Leistungsreserven und Förderung einer ausreichenden Fitness 

Für eine erfolgreiche Bewältigung von Umweltanforderungen.Während beim Sympathikus die Leistungserbringung und Energiemobilisierung im Vordergrund stehen, besteht eine zentrale Aufgabe des Parasympathikus in der Energiebereitstellung und     Energiespeicherung. Damit ist es der Parasympathikus, der die Voraussetzungen dafür schafft, dass der Organismus über eine ausreichende Fitness verfügt, damit der Sympathikus bei anstehenden Belastungen auf ein optimales Energiereservoir zurückgreifen kann, um den Leistungsanforderungen gerecht zu werden. Er schafft also erst das Potential, aus dem der Sympathikus bei Bedarf schöpfen kann. Das bedeutet, dass der Parasympathikus all die Körperprozesse beschleunigt, die der Schaffung von Energiereserven dienen und die Regenerationsfähigkeit und Erholung des Körpers nach Belastungen fördern.

Zu diesen gehören insbesondere die Förderung der Nahrungsaufnahme und Verdauung, der Magensekretion, der Motilität und Peristaltik des Darmes, der Diurese der Nieren sowie die Stimulierung der Insulin- und Gallensekretion und anderer am Verdauungsprozess beteiligten Drüsen.

2. Die Schutzfunktion gegen stressbedingte Erkrankungen und Gesundheitsgefährdungen infolge chronischer sympathischer Überaktivierung 

Wie in der obigen schematischen Darstellung ausgeführt, ist eine chronische sympathische Überaktivierung mit zahlreichen Erkrankungsrisiken verbunden. In der Vergangenheit ging man davon aus, dass diese Hyperaktivierung des sympathischen Systems der einzig ausschlaggebende Faktor für ein erhöhtes Erkrankungsrisiko ist. In jüngster Zeit hat sich jedoch aufgrund zahlreicher empirischer Untersuchungen die Auffassung durchgesetzt, dass die pathogenetische Relevanz der sympathischen Überaktivierung in hohem Maße von dem Aktivierungszustand des parasympathischen Systems abhängig ist und dass der Hypoaktivität des Parasympathikus eine weitaus größere Bedeutung für die Krankheitsentstehung und das Erkrankungsrisiko zukommt.

Dies bedeutet einerseits, dass dem Parasympathikus unter normalen Umständen eine absolut zentrale Rolle als Schutzmechanismus bei der Regulation gesundheitsrelevanter Körperprozesse zukommt, andererseits jedoch auch, dass Funktionsstörungen und Beeinträchtigungen der parasympathischen Kontrollmechanismen mit schwerwiegenden Folgen für die menschliche Gesundheit einhergehen.

Hier finden Sie weiterführende Informationen: Das autonome Nervensystem