Schwermetallbelastungen

Schwermetallbelastungen sind nicht nur für allgemeine Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, chronische Müdigkeit, Ab-geschlagenheit, Kopfschmerzen, Migräne, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen verantwortlich, sondern sie begünstigen auch insbesondere die Entstehung chronischer Erkrankungen.

Vollblutuntersuchungen Schwermetallbelastungen sind in einem Zeitraum von wenigen Tagen bis Wochen nach einer akuten Exposition im Vollblut nachweisbar. So gilt der Blei-Gehalt im Vollblut als bester Parameter für die Feststellung einer akuten Blei-Exposition der letzten 3 – 5 Wochen, da Blei zu ca. 95% an der Erythrozytenmembran gebunden ist. Quecksilber ist hingegen nur für kurze Zeit im Vollblut nachweisbar, da es eine Halbwertszeit von ca. 3 Tagen besitzt. Analysen im Serum Diese sind für den Nachweis von Metallbelastungen wenig geeignet. Wichtige biochemische Wirkungsmechanismen der Metalle finden vor allem auf zellulärer Ebene statt und können daher nicht im Serum erfasst werden. Darüber hin-aus sollte beachtet werden, dass viele Metalle aufgrund ih-rer kurzen Halbwertszeit und Bindung in den Geweben dem Nachweis im Serum entgehen.Umwelt­-Basisprofil im Blut: Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Quecksilber, Selen, Zink, kleines Blutbild.

Die Urinanalyse spiegelt die Ausscheidung der Metalle wider. Die Bestimmung der Konzentration im Urin ist vor allem bei Metallen indiziert, die eine Nierenschädigung verursachen. So stellt die Cadmiumkonzentration im Urin einen Indikator der chronischen Belastung mit diesem Schwermetall dar. Schwermetall-­Profil im Urin: Antimon, Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Kobalt, Ni-ckel, Quecksilber, Palladium, Zink, Zinn. Großes Schwermetall­ Profil im Urin + Aluminium, Eisen, Platin, Silber, Thallium

Aufgrund der komplexen Wirkungsweise toxischer Metalle sowie ihrer unterschiedlichen Affinität zu Organen, Geweben und Körperflüssigkeiten ist die Ermittlung der Metallkonzentration isoliert betrachtet nicht immer aussagekräftig. In vielen Fällen sind weiterführende Untersuchungen erforderlich, um das Ausmaß der Metallbelastung beurteilen zu können. (Text: Ganzimmun Diagnostics AG)

Anämie, Blutarmut Blei, Cadmium, Aluminium
Atemwegsbeschwerden Quecksilber, Antimon, Nickel, Arsen, Cadmium
Fertilitätsstörungen Cadmium, Antimon
Haarausfall Arsen, Quecksilber, Thallium
Hautausschlag Arsen, Thallium
Herzrhythmusstörungen Thallium, Palladium, Arsen
Hyperaktivität Blei, Quecksilber, Kupfer
Infektanfälligkeit Blei, Cadmium, Quecksilber, Chrom, Zinn
Magen-Darmbeschwerden

Schleimhautveränderungen

Arsen, Blei, Thallium

Antimon, Chrom

psychische Störungen: Stimmungsschwankungen, Depressionen, Angstzustände, Verhaltensauffälligkeiten

Psychomotorische Symptome (Lese-, Schreibschwäche)

Quecksilber, Blei, Cadmium

Blei, Quecksilber

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