Schröpfbehandlung- Schröpfen bei Natuma

Zu unserer Schröpfbehandlung: Geschröpft wird mit kugelförmigen Glasgefäßen, die eine Öffnung mit einem Durchmesser von drei bis sechs Zentimeter haben. Diese Gefäße werden auf den vom Therapeuten ausgewählten Bereich mit einer Technik aufgesetzt, die in der kleinen Glasglocke einen Unterdruck und damit eine Saugwirkung erzielt. Prinzipiell kann auf dreierlei Weise geschröpft werden. Die drei Varianten des Schröpfens sind:

  1. trockenes Schröpfen
  2. blutiges oder nasses Schröpfen
  3. Schröpfkopfmassagen

Jede dieser Schröpfmethoden hat ihre ganz speziellen Anwendungsgebiete. Fast alle Schröpfbehandlungen werden am Rücken durchgeführt, da sich hier auch die meisten Reflex- bzw. Head’schen Zonen befinden. Die Hauptanwendungsgebiete der Schröpfbehandlungen sind:

  • schmerzhafte Muskelverhärtungen
  • Migräne
  • Nackenschmerzen
  • rheumatische Beschwerden
  • chronische Schmerzzustände im Rücken

Da Schröpfen auch das Immunsystem aktiviert, wird die Behandlung auch bei Erkältungen und grippalen Infekten sowie zur allgemeinen Kräftigung bei Schwächezuständen eingesetzt.

Wenn der Therapeut bei der Tastuntersuchung des Gewebes eine so genannte Leere feststellt, wird er sich für das trockene Schröpfen entscheiden. Diese Leere-Zustände des Gewebes sind gekennzeichnet durch schlecht durchblutete sulzige Verhärtungen (Gelosen). Durch das Aufsetzen der Schröpfköpfe werden Blut und Lymphe angesaugt, wodurch es zu einer Rötung bis Blaufärbung der Haut unter dem Schröpfglas kommt. Auf das ausgetretene Blut reagiert der Körper wie auf eine Wunde und baut sowohl die Blutbestandteile als auch abgelagerte Schlackstoffe ab. Durch den Zerfall der weißen Blutkörperchen werden Substanzen freigesetzt, die den Stoffwechsel und das Immunsystem aktivieren. Gleichzeitig tritt ein schmerzstillender Effekt ein. Trockenes Schröpfen hilft besonders gut bei chronischen Schmerzzuständen und Muskelverhärtungen in der Rückenmuskulatur.

Ablauf einer Schröpfbehandlung

Zu Beginn der Schröpf-Behandlung tastet der Heilpraktiker sorgfältig den Rücken ab und erspürt dabei Leere- sowie Füllezustände, Verhärtungen und sulzig-weiche Stellen. Diese Veränderungen zeigen dem erfahrenen Therapeuten, wo er seine Schröpfgläser aufsetzen muss. Nun muss die Luft im Schröpfglas erwärmt werden, was meistens mittels eines angezündeten Wattebausche, der in das Glas gehalten wird,  geschieht. Manche Therapeuten setzen hierzu auch eine Art Gummipumpe ein.

Die so vorbereiteten Schröpfköpfe werden jetzt auf den ausgewählten Hautstellen platziert. Zum Einsatz kommen dazu bis zu 10 der kleinen Glasglocken. Zwischen 10 und 20 Minuten bleiben die Schröpfköpfe dann in ihrer Position liegen. Anschließend werden sie vorsichtig abgezogen. Eine solche Behandlung dauert zwischen 15 und 30 Minuten. Oft reichen zur dauerhaften Besserung der Beschwerden schon zwei bis drei Behandlungen aus, die jeweils im Abstand von einer Woche durchgeführt werden. Bei chronischen Erkrankungen werden manchmal bis zu 10 Behandlungen nötig. Schröpfbehandlungen hinterlassen rötlich-blaue Flecken (Hämatome), die im Laufe von einigen Tagen abgebaut werden. Eine Schröpfbehandlung ist nicht schmerzhaft. Im behandelten Gebiet kann es jedoch zu einer Art Ziehen wie etwa bei einem Muskelkater kommen.

Auch wenn das Verfahren sich in der Praxis seit langer Zeit bestens bewährt hat, gibt es doch bis heute keine klinischen Studien. Streng genommen ist damit die Wirksamkeit des Schröpfens nicht wissenschaftlich bewiesen. Das ist auch der Grund, warum die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Schröpfbehandlungen nicht erstatten. Jede einzelne Behandlung müssen Sie mit etwa 30 Euro selbst bezahlen. Wenn Sie jedoch z. B. durch Fehlhaltungen oder einseitigen Belastungen ständig mit verspannten Muskeln oder Rückenschmerzen kämpfen, lohnt sich diese Investition durchaus.

(Quelle: fid-gesundheitswissen.de/physikalische-therapien)

Schröpfen kann helfen bei

Asthma bronchiale
Bluthochdruck (Hypertonie)
Bronchitis (COPD)
Depressive Verstimmungen
Entzündliche Prozesse
Gallenerkrankungen
Herzbeschwerden
Hexenschuss
Hormonelle Dysbalancen
Impotenz /erektile Dysfunktion
Kopfschmerz
Lebererkrankungen (Fettleber Staetosis hepatis)
Lungenemphysem
Menstruationsbeschwerden
Migräne
Mittelohrentzündung
Müdigkeit
Muskelverspannungen
Neuralgien, Nervenschmerze
Nierenerkrankungen
Oberbauchbeschwerden
Osteoporoseschmerzen
Rekonvaleszens
Reizdarm
Rheuma
Rückenschmerzen
Schwäche Yang Mangel
Unfruchtbarkeit
Weichteilrheumatismus
Verdauungsstörungen (z. B. Verstopfung)
Wechseljahrsbeschwerden (Hitzewallungen)

← zurückweiter →