Unter dem Begriff Vitamin D fasst man verschiedene fettlösliche Vitamine zusammen, die den Kalziumhaushalt regulieren und an der Mineralisation des Knochens beteiligt sind. Der Körper nimmt zum einen Vitamin D aus der Nahrung auf, zum anderen kann er es selbst unter dem Einfluss von Sonnenlicht produzieren. Gesunde Erwachsene können ihren Bedarf an Vitamin D bei ausreichender Einwirkung von Sonnenlicht durch die eigene Herstellung im Körper decken. Die Zufuhr mit der Nahrung hat nur eine geringere Bedeutung.

Kalziumstoffwechsel

Sinkt der Kalziumwert im Blut ab, wird aus einer inaktiven Vorstufe von Vitamin D das aktive 1,25-Vitamin D3 (Calcitriol) hergestellt. Es fördert zusammen mit dem Parathormon die Freisetzung von Kalzium aus dem Knochen und sorgt dafür, dass der Körper im Darm mehr Kalzium aufnimmt. Dadurch steigt der Kalziumwert im Blut an.

Befindet sich im Körper genügend Kalzium, wird weniger 1,25-Vitamin D3 hergestellt.

Wann wird der Vitamin D-Wert bestimmt?

Vitamin D wird bestimmt bei Verdacht auf einen Vitamin D-Mangel. 1,25-Vitamin D3 wird bestimmt, wenn der Vitamin D-Stoffwechsel gestört ist und wenn der Arzt einen erhöhten Kalziumspiegel im Blut abklären will.
Woraus wird der Vitamin D-Wert bestimmt?

Vitamin-D-Werte werden aus dem Blut bestimmt. Der Patient muss nüchtern sein.

NORMALWERTE
Erwachsene Vitamin D
20 – 60 ng/ml
Erwachsene Vitamin D3
18 – 67 pg/ml
Kinder Vitamin D etwa 20% höher als bei Erwachsenen
Kinder Vitamin D3 etwa 20% höher als bei Erwachsenen
Wann ist der Vitamin D-Wert zu niedrig?

Zu niedriger Vitamin D-Wert:

zu wenig Sonnenexposition: vor allem alte Menschen und Heimbewohner oder durch Kleidung (Tschador, Ordenstracht)
Mangelernährung
verminderte Aufnahme von Vitamin D aus dem Darm (Zöliakie)
bei erhöhtem Bedarf (Schwangerschaft und Stillzeit, Kinder)
bei Einnahme bestimmter Medikamente (Antiepileptika)
bei erhöhter Ausscheidung über die Nieren
bei nephrotischem Syndrom

Zu niedriger Vitamin D3-Wert:

Nierenfunktionsstörungen (Nierenschwäche)
Nephrotischem Syndrom
Unterfunktion der Nebenschilddrüse
Überfunktion der Schilddrüse
hohem Kalziumspiegel im Blut
niedrigem Phosphatspiegel
Rachitis (Kinder)
Vergiftung mit dem Schwermetall Cadmium

Wann ist der Vitamin D-Wert erhöht?

Zu hoher Vitamin D-Wert bei:

Blutabnahme während hoch dosierter Heparin-Therapie
starker Bestrahlung mit UV-Licht
Überdosierung von Vitamin D

Zu hoher Vitamin D3-Wert bei:

Sarkoidose (Morbus Boeck)
Tuberkulose
Überfunktion der Nebenschilddrüse
Unterfunktion der Schilddrüse
künstlicher Zufuhr von Vitamin D3
nach einer Nierentransplantation
Rachitis vom Typ II
Quelle Netdoktor.de

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Über den Autor


2. Vorsitzender der Union Deutscher Heilpraktiker RLP, Fachautor, Dozent/Referent für Naturheilkunde, Humorist und Mensch, aktiv in der "Schule des Lebens".

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