Schutz vor Zeckenstichen

Da eine Impfung nur gegen FSME, nicht aber gegen Borreliose möglich ist, sollten Sie Zeckenstiche nach Möglichkeit vermeiden:

  • Bleiben Sie bei Spaziergängen möglichst auf festen Wegen und meiden Sie Unterholz, hohes Gras und Hautkontakt zu bodennahen Pflanzen.
  • Ziehen Sie sich und Ihrem Kind beim Aufenthalt in möglichen Zeckengebieten feste Schuhe an.
  • Achten Sie auf helle Kleidung, die den Körper weitestgehend bedeckt. Hierauf lassen sich die Zecken leichter auffinden.
  • Zeckenschutzmittel auf alle besonders freiliegenden Hautpartien einrieben, erhältlich und Drogerien oder Apotheken, die Wirkungsdauer beträgt 2-3 Stunden
  • Zeckenkontrolle nach dem Ausflug: Hosenbeine , Schultern, Haaransatz, hinter den Ohren, Hals Achseln, Kniebeuge, Schultern. Zecken sind gerne wo es geschützt, feucht und warm ist.
  • Bei den Tieren die Zecken entfernen, sie können auch vom Tier auf den Menschen übergehen
  • Für Haustiere gibt es unter anderem Zeckenhalsbänder
  • Zeckenimpfung gegen FSME

Zeckenstich und was mache ich nun?

Es ist ratsam, eine Pinzette, oder besser eine spezielle Zeckenzange oder Zeckenkarte (Apotheke) mit sich zu führen. Je schneller die Zecke entfernt ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Erregerübertragung. Vor der Entfernung sollte man die Zecke nicht behandeln, z.B. mit Zeckensprays, Öl u.a., jede Reizung von außen führt dazu, dass die Zecke mehr Speichel produziert, wodurch mehr Erreger ins Blut übertragen werden können.

Zecken sollten möglichst sofort entfernt werden. Die möglicherweise in der Zecke vorkommenden FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecken. Durch den Stich können sie rasch in die Blutbahn des Wirtes gelangen.
Die Borrelien dagegen, befinden sich im Darm der Zecken, sodass die Erreger erst bei längerem Saugen, in der Regel erst nach circa 24 Stunden, übertragen werden. Wird die Zecke rasch entfernt, ist das Übertragungsrisiko der Borreliose-Erreger sehr gering.

Zecken richtig entfernen

  • Entfernen Sie die Zecke am besten mit einer speziellen Zeckenpinzette.
  • Fassen sie die Zecke im Kopfbereich so nah wie möglich an der Haut.
  • Ziehen Sie die Zecke vorsichtig und mit gleichmäßigem Zug gerade heraus.
  • Achten Sie darauf, dass die Zecke nicht gequetscht wird. Hierdurch könnte mit Krankheitserregern infizierter Speichel oder Darminhalt vermehrt oder schneller übertragen werden.
  • Bedecken Sie die Zecke keinesfalls mit Öl, Klebstoff oder Nagellack. Auch dies erhöht das Risiko einer vermehrten oder beschleunigten Übertragung von Krankheitserregern.
  • Desinfizieren Sie die Wunde nach Entfernen der Zecke sorgfältig und lassen Sie die Einstichstelle gegebenenfalls von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin untersuchen.
  • Eine Borreliose kann durch die rechtzeitige Gabe von Antibiotika in der Regel wirksam behandelt werden. Suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf, wenn Sie nach einem Zeckenbiss allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit zeigt. Charakteristisch für eine Borrelien-Infektion ist daneben in etwa 90 Prozent der Fälle die Wanderröte, eine sich ringförmig ausbreitende Rötung mit blassem Mittelfeld, die an der Einstichstelle, aber auch an anderen Körperstellen auftreten kann.

Achtung: Unbedingt die Zecke zur direkten Untersuchung aufheben, hier ist der Erregernachweis schnell möglich während es im Blut bis zu 4 Wochen dauern kann bis Antikörper nachweisbar sind.

Über den Autor


2. Vorsitzender der Union Deutscher Heilpraktiker RLP, Fachautor, Dozent/Referent für Naturheilkunde, Humorist und Mensch, aktiv in der "Schule des Lebens".

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