29 Jan 2017
Januar 29, 2017

Präbiotika-Was ist das?

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Präbiotika sind eine spezielle Art von Ballaststoffen, die wir Menschen selbst nicht verdauen können. Sie werden anders als die übrigen Nährstoffe nicht direkt im Darm aufgenommen. So wandern Präbiotika unverdaut vom Magen über den Dünndarm weiter in den Dickdarm und dienen dort der nützlichen Darmflora (z.B. Bifidobakterien und auch Laktobazillen) als Energiequelle. Sie fördern so deren Wachstum und Aktivität. Präbiotika sind das „Futter“ für unsere guten Darmbakterien.

Neben der Funktion den Darmbakterien als Nahrung zu dienen, haben lösliche Ballaststoffe weitere wichtige Effekte:
• Sie sorgen für eine gute Balance im Ökosystem Darm
• Sie haben Einfluss auf die Verdauungsfunktion
• Sie haben Einfluss auf die Calcium-Aufnahme
• Sie erhöhen die Bakterienmasse und sorgen für eine erhöhte Stuhlmenge, was zu einer normlen Stuhlfrequenz führt
• Unsere Darmbakterien produzieren aus ihnen nützliche kurzkettige Fettsäuren
Warum sind kurzkettige Fettsäuren wichtig für unsere Gesundheit?
• Sie dienen dem Darmepithel als Energiequelle und sorgen so dafür, dass unsere Darmschleimhaut sich optimal regenerieren kann.
• Sie erniedrigen den pH-Wert im Darm in den gesunden physiologischen Bereich.
• Sie zeigen antientzündliche Effekte.

Besonders reich an präbiotischen Ballaststoffen sind folgende Lebensmittel:
• Artischocken
• Chicorée
• Lauch
• Zwiebeln
• Knoblauch
• Weizen
• Roggen
• Bananen

Auch Muttermilch enthält von Natur aus Präbiotika. So sorgt die Natur dafür, dass nicht nur das Kind, sondern auch die kindliche Mikrobiota (Darmflora) von Anfang an bestens ernährt werden.

Wichtige Präbiotika im Portrait:

Inulin und Oligofruktose
Mit zu den bekanntesten Vertretern der löslichen und präbiotischen Ballaststoffe gehören Inulin und Oligofruktose. Inulin kommt in einer Vielzahl von Pflanzenarten vor und dient der Pflanze als Reservekohlenhydrat. Es besteht aus einer langen Kette von Kohlenhydraten. 60 einzelne Kohlenhydratbausteine sind hier verbunden. Oligofruktose entsteht aus Inulin. Die Kette ist also kürzer (2-10 einzelene Bausteine) als bei Inulin. Allerdings können bei empfndlichen Personen schon geringe Mengen zu unangenehmen Blähungen und Durchfall führen.

 Maisdextrin
Maisdextrin ist ein Präbiotikum mit außerordenlich guter Verträglichkeit. Es senkt ebenfalls den pH-Wert im Darm in einen physiologischen Bereich und sorgt dafür, dass sich Laktobazillen vermehren. Darüber hinaus ist es von Natur aus glutenfrei.
Flohsamen Eine Sonderstellung bei den Ballststoffen nehmen die Flohsamen ein. Sie bilden Schleimstoffe, die das 40-fache Ihres Gewichtes an Wasser im Darm binden und erhöhen dadurch das Stuhlvolumen. Die Darmbewegung, die sog. Darmperistaltik, wird angeregt und die Darmpassage beschleunigt. Die geleeartige Struktur des Flohsamens ermöglicht es auch schwer zugängliche Stellen im Darm zu erreichen und sanft zu unterstützen. Im Gegensatz zu Leinsamen oder Weizenkleie führen Flohsamenschalen nicht zur Bildung von Darmgasen, welche unangenehme Blähungen zur Folge haben können. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Flohsamen auch präbiotische Effekte haben.

Laktulose
Ist ein synthetisches Disaccharid, bestehend aus Galaktose und Fructose. Es entsteht durch die Isomerisierung aus Laktose. Es wurde in Studien nachgewiesen, das Laktobazillen und Bifidobakterien Laktulose fermentieren können und so deren Wachstum untersützen. (Quelle: Nutrimmun)
Weitere: Beta- Glucane, Resistente Stärke.
Wir beraten Sie gerne zur optimalen Testung via Stuhlprobe und darauf aufbauend zur individuell- gezielten Therapie!

Über den Autor


2. Vorsitzender der Union Deutscher Heilpraktiker RLP, Fachautor, Dozent/Referent für Naturheilkunde, Humorist und Mensch, aktiv in der "Schule des Lebens".

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