Fructose stammt aus Obst und muss demnach gesund sein? Von wegen! Zwar ist die in ein bis zwei Portionen Obst verpackte Menge tatsächlich unschädlich, nicht aber größere Mengen von Fruchtsäften und Produkten, die mit Fruchtzucker gesüßt sind. Unbedenklich ist die Menge an Fructose, die mit dem täglichen Obst aufgenommen wird.

Darauf weist die in Aachen ansässige Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) hin. Das verbreitete Vorurteil, Fruchtzucker müsse gesund sein, komme der Industrie gerade recht. Produkte, denen statt Haushaltszucker die süßere und preiswertere Fructose zugesetzt ist, ließen sich dadurch einfach besser verkaufen.

Doch nach FET-Einschätzung ist Fruchtzucker ein Wolf im Schafspelz. Die Menge in ein bis zwei Portionen Obst am Tag sei unbedenklich. „Doch die Kombination aus Fruchtsäften und mit Fructose gesüßten Produkten lässt uns zum Teil hohe Mengen aufnehmen.“

Fruchtzucker zieht im Vergleich mit der Glucose eine geringere Insulinausschüttung nach sich und galt daher jahrelang als geeignet für Diabetiker. Doch gerade dieser vermeintliche Vorteil macht hohen Konsum schädlich.

Insulin signalisiert dem Körper Sättigung. Dieses Gefühl fehlt beim Fruchtzucker. Nicht nur das: Fructose verstärkt das Hungergefühl eher.

Die Ursache liegt darin, dass die beiden Zucker unterschiedlich verstoffwechselt werden. Während die Aufnahme von Glucose in die Zellen vom Insulin reguliert wird, überschwemmt Fruchtzucker die Zellen ungehindert. Der Körper verstoffwechselt alles, was er bekommt.

Da unser Organismus keine Fructosespeicher aufweist, müssen wir den Zucker sofort abbauen. Heißt: Bei hohem Konsum wandelt die Leber Fructose direkt in Fett um. Auf längere Sicht sind dadurch Fettleber und Übergewicht programmiert.

Die Bilanz sieht damit reichlich ungünstig aus:

In größeren Mengen genossen,

* begünstigt Fructose die Entstehung von Übergewicht,     * wirkt diabetogen     * fördert die Harnsäurebildung

(Quelle: aerztlichepraxis.de)

Wie viel Fructose aus Lebensmitteln ist für Menschen mit Fructosemalabsorption verträglich? Es gibt keine allgemeingültigen Grenzwerte für die Zufuhr von Fructose bei Fructosemalabsorption.

Bei der Fructosemalabsorption handelt es sich um einen Defekt des Glucosetransporters GLUT 5, der zu einer inkompletten intestinalen Fructoseabsorption führt.

Natuma testet laborativ Ihre Fructosetoleranz, ihren Blutzucker und  Ihre Blutfettwerte.

Über den Autor


2. Vorsitzender der Union Deutscher Heilpraktiker RLP, Fachautor, Dozent/Referent für Naturheilkunde, Humorist und Mensch, aktiv in der "Schule des Lebens".

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.