Magen-Darm-Erkrankungen

Magen und Darm sind wichtige Bestandteile des Verdauungssystems, abgesehen von Leber/Gallenblase und Pankreas, auf die wir nur aufmerksam werden, wenn diese nicht richtig physiologisch arbeiten oder uns etwas „auf den Magen schlägt“.
Die Beschwerden im Bereich des Magen- Darm -Traktes sind vielfältig und kommen häufig in
Kombination vor.
Die häufigsten Symptome des Magen-Darm-Traktes sind: Diarrhoe (Durchfall), Verstopfung (Obstipation), Blähungen (Flatulenz), Schluckauf (Singultus), Druckgefühl, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Aufstossen (Regurgitation), Brennen hinter dem Brustbein, Oberbauchschmerzen, Unterbauchschmerzen.
Desweiteren können Veränderungen des Stuhlgangs auftreten:
Schleim im Stuhl, Blut hellrot aufgelagert im Stuhlgang, dunkler Stuhlgang (okkulter Stuhlgang), lehmfarbener Stuhl.
Diese Veränderungen und Symptome können bei folgenden Erkrankungen einzeln oder auch gepaart auftreten:
• Gastritis, Magenentzündung
• Bakterielle Entzündungen z.B. Helicobakter pylori
• Pilzinfektionen des Magen-Darm-Traktes
• Laktoseintoleranz, Fructoseintoleranz, Histaminose, Zöliakie
• Nahrungsmittelallergie
• Magengeschwüre, Darmgeschwüre, Ulcus vetriculi, Ulcus duodeni
• Anazität und Hyperazität des Magens
• Refluxkrankheit
• Reizmagen, Reizdarm
• Chronische Pankreatitis
• Malabsorbtionsstörung
• Maldigestionsstörung
• Leberentzündungen
• Entzündungen der Gallenwege
• M.Crohn
• Colitis ulcerosa
Durch gezieltes Befragen, klassische körperlich-medizinische Untersuchung, Blutuntersuchungen, Stuhlproben und die Traditionell Chinesische Diagnostik ermitteln wir Ihre Probleme.
Gerne beraten wir Sie zu Ihren Möglichkeiten.

Zur Wichtigkeit des Darms:

• 400 Quadratmeter Oberfläche
• sieben bis neun Meter Länge
• wenige Zentimeter Durchmesser
• Millionen Zotten – der menschliche Darm erreicht die Ausmaße einer Riesenschlange
Sensibles Nervennetzwerk
• Mehr als 100 Millionen Nervenzellen im Darm steuern die Verdauung.
• Dieses autonome Nervensystem reicht von der Speiseröhre bis zum Darmausgang.
• In vielerlei Hinsicht gleicht es dem Zentralen Nervensystem (ZNS, Gehirn und Rückenmark): Es besitzt die exakt gleichen Zelltypen, Botenstoffe und Andockstationen (Rezeptoren).
• Dieses „Bauchhirn“ analysiert die Zusammensetzung der Nahrung, organisiert die Abwehr von Bakterien, kontrolliert Hormone und Sekrete und schickt Alarmsignale ins Gehirn, wenn es Giftstoffe entdeckt hat.
• Das Gehirn greift in diesen Prozess nicht aktiv ein, es wird über diese Vorgänge lediglich informiert.
Darm als Immunsystem
In der Darmschleimhaut sitzen mehr als 70 Prozent der gesamten Abwehrzellen des Körpers – der Großteil des menschlichen Immunsystems.
• Das darmeigene Immunsystem produziert außerdem so genannte Immunglobuline IgA. =Eiweisstoffe/Antikörper
Sie überziehen Krankheitserreger und verhindern so, dass diese in den Körper, an den Eintrittspforten, eindringen können. Der hohe Anteil von IgA in der Muttermilch ist ein wichtiger Schutzfaktor gegen Brech- bzw. Durchfallserkrankungen des Säuglings.
• Der Mensch besitzt dieses darmeigene Abwehrsystem nicht gleich von Geburt an, vielmehr muss er es trainieren und verfeinern.
Bakterienfabrik
• Im Darm leben Milliarden von Mikroorganismen, insgesamt besteht die Darmflora aus mehr als 400 verschiedenen Arten. Sie bereiten die Nahrung auf, produzieren wichtige Nährstoffe und unterstützen das Immunsystem.
• Starke Medikamente wie Antibiotika und Cortison, Hormone, Schadstoffe in der Nahrung aber auch Umweltgifte können die Darmflora schädigen. Sie töten nicht nur die krankmachenden, sondern auch die für die Abwehrfunktion notwendigen Bakterien.
Pilze und Parasiten
• Befinden sich „gute“ und „schlechte“ Darmbakterien nicht mehr im Gleichgewicht, ist das ein idealer Nährboden für Pilze und Parasiten.
• Sie stürzen sich auf die Nährstoffe, entziehen dem Körper lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe und schwächen das Immunsystem.
• Außerdem produzieren sie giftige Stoffe, die durch die Darmwand in die Blutbahn gelangen. Die körperliche Abwehrkraft wird weiter geschwächt, was vermutlich Erkältung, Allergien oder Hautkrankheiten Vorschub leistet.
• Eigentlich sind Pilze ein normaler Bestandteil in Darm und Stuhl. Jeder Mensch nimmt täglich Pilze mit der Nahrung auf. Pilze, die im Darm siedeln und sich vermehren sind allerdings nicht normal und können Symptome und Krankheiten auslösen. (Stern.de)